Ausgeglichen

Ausgeglichen

War mein Tag
gestern,
denn er hatte von Allem
ETWAS

Ich war verzweifelt,
ich bekam Trost
ich hatte Fragen,
bekam Antworten.
ich weinte
und lachte
sorgte mich,
wurde umsorgt
meine Verzweiflung
wurde durch Nähe gemildert
die keine Angst vor Kilometern hatte.

Meine Gewissenserforschung
am Ende des Tages
könnte ein schlechteres Ergebnis zeigen.

Für alle fern und nah heute mein liebstes Lied zur Nacht:

Der Mond ist aufgegangen
Text:Matthias Claudius, 1778
Melodie: Johann Abraham Peter Schulz, 1790

1. Der Mond ist aufgegangen
Die gold’nen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar
Der Wald steht schwarz und schweiget
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar

2. Wie ist die Welt so stille
Und in der Dämmerung Hülle
So traulich und so hold
Gleich einer stillen Kammer
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt

3. Seht ihr den Mond dort stehen
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön
So sind wohl manche Sachen
Die wir getrost verlachen
Weil unsere Augen sie nicht seh’n

4. Wir stolzen Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste
Und kommen weiter von dem Ziel.

5. Gott. laß dein Heil uns schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

6. Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und wenn du uns genommen,
Laß uns in’n Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

7. So legt euch denn ihr Brüder
In Gottes Namen nieder
Kalt ist der Abendhauch
Verschon uns, Gott, die Strafen
Und laß uns ruhig schlafen,
Und unser’n kranken Nachbar auch

habt eine gute Nacht!

4 Gedanken zu “Ausgeglichen

  1. Ich finde nichts, daß du „nichts“ machst.
    Ich weiß von mir selbst, wieviel Energie es kostet, all diese Emotionen zuzulassen, sie zu leben, zu lassen und anzuschauen und dann noch zu benennen, das ist psychische Schwerarbeit.

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