Glückskeks 1

Unsere Konsum- und Marktwirtschaft beruht auf der Idee, dass man Glück kaufen kann, wie man alles kaufen kann. Und wenn man kein Geld bezahlen muss für etwas, dann kann es einen auch nicht glücklich machen. Dass Glück aber etwas ganz anderes ist, was nur aus der eigenen Anstrengung, aus dem Innern kommt und überhaupt kein Geld kostet, dass Glück das „Billigste“ ist, was es auf der Welt gibt, das ist den Menschen noch nicht aufgegangen. –

Erich Fromm (1900 – 1980), Psychoanalytiker

Für Cuentacuentos, auf die ich heute mal verlinken möchte.

3 Gedanken zu “Glückskeks 1

  1. Liebe Anne,
    vielen Dank für den Glückskeks un den Link! Das mit den Glückskeksen ist ja eine Superidee, und da Du angefangen hast, zu numerieren, nehme ich an, es folgen weitere.

    Erich Fromm hat die Entwicklung in den letzten 30 jahren nicht mehr mitbekommen. Es gibt inzwischen sehr wohl Leute, die der Meinung sind, was nichts kostet, macht besonders glücklich. Für das Werbegeschenk bei der Eröffnung einer neune Filale von was weiß ich welchem Kaufhaus, stellen sie sich schon um Mitternacht vor dem Eingang an. Für lauwarmen Sekt und lauwarme Würstchen am „Famlilientag“ eines Möbelladens, halten sie es in den Ausdünstungen von Textil-Appretur und ihrer Mitmenschen stundenlang aus, weil… ES NICHTS KOSTET. Und nein, es sind nicht die, die sich Sekt und Würstchen oder ein synthetisches Sofakissen anders nicht leisten könnten. Es sind die, die Erich Fromm einfach falsch verstanden haben.

    Sehr liebe Grüße
    cuenta…….

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  2. liebe Cuenta,

    * herzlich lacht* Erich Fromm ist leider nicht der Einzige der die Entwicklung in den letzten 30 Jahren nicht mehr mitbekommen hat. Ich komm mir mindestens einmal täglich vor wie im schlechten SCI-Fi -Film.

    Hast du übrigens das hier http://nachrichten.t-online.de/-in-100-jahren-ist-der-homo-sapiens-ausgestorben-/id_42021854/index heute gelesen?

    Was bleibt mir da übrig, als Glückskekse backen und Apfelbäumchen pflanzen? *:))*

    Sehr liebe Grüße,
    Anne

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  3. Guten Morgen, liebe Anne.

    Nein, den Artikel hatte ich nicht gelesen, aber jetzt habe ich. Danke. Und ich hoffe, Fenner hat Unrecht, denn genau dieses von seinen Kollegen ins Feld geführte Bewusstsein, das die Menschheit entwickeln wird, war gestern Abend bei uns ein Thema. Vielleicht kam mir ja deshalb die Nacht so verdammt kurz vor… weil mein Unterbewusstsein sich gerne noch ein bisschen länger damit beschäftigt hätte, ohne vom alltäglichen Wahnsinn gestört zu werden.

    Deine Glückskekse werden, wenn Du das richtige Rezept hast, auch Bewusstseinskekse sein. Regignation war als Geschmacksverstärker schon immer untauglich. Also weglassen. 🙂

    Liebe Sommeranfangsgrüße
    cuenta…….

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