existentielle Fragen

Ist das wirklich Liebe vom geliebten Menschen zu verlangen er möchte sich doch bitte ändern?
Ist es ein Zeichen von Liebe wenn ich Bedingungen stelle ?
Wieviel Anspruch ist noch zu vertreten ?
Muss ich alle Wünsche meines Partners erfüllen?
Ist meine jetzige Liebesbeziehung wichtiger als jede andere Freundschaft oder Beziehung, die ich vielleicht schon viele jahre lang pflege
Dürfen mir andere Menschen oder Tätigkeiten gleich wichtig sein wie der Lebenspartner?
Darf ich gegenteiliger Meinung sein?
Darf mir der Partner vorschreiben was ich essen soll, wo ich hingehe, was ich anziehe, welche Hobbies ich habe?
Darf ich meine Vorstellung vom Glück als die allein seligmachende ansehen?
Darf ich Grenzen ziehen?
Muss sich das „Ich“ auflösen zugunsten eines „Wir“?
Sind meine Gedanken wirklich frei? – Und die meines Partners? – Bin ich bereit auch seine Gedanken frei zu lassen?

Diese Fragen kamen mir heute beim Lesen eines Kommentarstrangs in den Sinn.

Ganz ehrlich: Manchmal bin ich froh um meinen alten Kater. Da kann ich mich nämlich ganz ohne schlechtes Gewissen als Göttin fühlen.

12 Gedanken zu “existentielle Fragen

  1. ja Haustiere sind so einfach und so schön – das geht mir mit meinen Ratten genau so 🙂

    ansonsten denk ich zu dem Thema: was immer zwei Menschen machen, es gehören halt auch immer ZWEI dazu, niemand muß etwas mitmachen was ihm nicht gefällt (ausser er ist abhängig aber das wäre wieder ein anderes Thema)

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  2. Ich finde diese Fragen sehr wichtig und dennoch gibt es aus meiner Sicht keine wirklich „richtige“ oder „falsche“ Antwort auf sie. Jeder Mensch führt seine Beziehungen nach individuellen Maßstäben – so wie er den Begriff einer Liebesbeziehung versteht, schätzt und genießt. Einige Menschen bindungsintensiver als andere. Natürlich gibt es keine kleinen Muster und eine Beziehung fordert immer wieder Kompromisse. Aber es macht auch keinen Sinn sich und sein Gegenüber in ein Raster zu zwängen, dass einfach nicht passt und am Ende ins Unglück führt.

    Bei mir persönlich weckt dies das Bewußtsein darüber, wie anders doch jede Beziehung ist – eben so individuell wie ihre Partner. Am Ende läuft es wohl auf einen alten Kalenderspruch hinaus: Auf jeden Topf passt ein Deckel.

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  3. die antwort ist sicher keine autobahn, sondern gleicht eher einem verschlungenen pfad. Vermeintliche abkürzungen können ganz schön zeit kosten und auf umwegen wird vielleicht ein schatz entdeckt….

    oft erlebe ich heute, dass das ICH gut ausgebildet und stark ist und das WIR ein kümmerliches dasein fristet. Unter diesen umständen, könnte man genau so gut alleine bleiben, finde ich.

    am schönsten ist doch eine beglückende dreisamkeit (göttin, partner und katze 🙂 )

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  4. du hast schon recht , es braucht halt Zwei zum Tango tanzen.
    Trotzdem, ich denke oft, es ist der eigene unerfüllbar hohe Anspruch an dem sich die Liebe zermürbt. Zudem sind bestimmte Abhängigkeiten zumindest am Anfang einer Partnerschaft ja auch begehrt, man möchte sich ja binden.
    sei lieb gegrüßt,
    Anne

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  5. hallo Crogan, hab Dank für deine Gedanken dazu.
    Ganz Ähnliche haben mich zu diesem Post bewogen.
    Vielleicht liegt es wirklich an mir und ich bin einfach nicht mehr sozial kompartibel. Du hast da was ganz Wichtiges geschrieben : „Aber es macht auch keinen Sinn sich und sein Gegenüber in ein Raster zu zwängen, dass einfach nicht passt und am Ende ins Unglück führt.“ So finde ich das richtig! Allerdings wird danach heute allzu leicht gelebt. Passt nicht !- wird da schnell entschieden und auseinandergegangen. Dabei sind es oft nur die liebgewordenen Unarten und Bequemlichkeiten, die wir nicht aufgeben wollen für den Anderen. Ein neues Paar Schuhe trägt sich meist auch nicht so komfortabel, wie die ausgelatschten Pantoffeln, aber man wirft sie nicht weg, sondern läuft sie ein.
    Auch hatte ich niemals das Bedürfnis Topf oder Deckel zu sein. Ich gehör wohl in die Fraktion „deckellose Grillpfanne“
    In diesem Sinne
    lg Anne

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  6. Genau da hast du den Finger auf die Wunde gelegt, halbgare Lieben verscheucht man nämlich mit solchen Fragen.
    Sei lieb gegrüßt und meld dich mal wieder, ich stell dann auch andere Fragen! Versprochen!*lacht* 😉
    Anne

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  7. ach Sternchen, ob deines letzten Satzes wäre ich fast an einem, wegen unbändigem Lachreiz, durch die Nase getrunkenen Kaffee jämmerlich erstickt.
    Mein alter Kater ist derart eifersüchtig, er beisst jeden fort, der ihm den Platz an meiner Seite streitig machen will. Er ist sonst wirklich lammfromm, aber er hält sich für meinen Partner und weicht nicht von meiner Seite wenn Besuch im Haus ist.
    Ja, mit dem Ich und dem Wir, das ist schon so eine vertrakte Sache. Die meisten Paare, denke ich, haben schon die Vision eines gemeinsamen Wir. Im gelebten Alltag wird daraus nur oft ein „Mein- Wir“ und „Dein- Wir“ und die können sehr unterschiedlich sein.
    Dazu kommt noch, dass es immer noch zu einem „geglückten Lebenslauf“ gehört auch einen Partner zu haben und viele Menschen sich erst wahr- und annehmen können wenn sie sich in einem Partner spiegeln…
    Ach weisst du, hier spekuliert grad die Richtige. Ich bin irgendwie schon anders gestrickt auf diese Welt gekommen und kann eigentlich nicht mitreden. Meine übersichtlichen Lieben endeten alle unglücklich, trotzdem liebe ich diese Männer immer noch, nur anders?
    Es gibt so Themen, da findet man hinter jeder Antwort nur neue Fragen
    Sei lieb gegrüßt
    Anne

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  8. Hallo Tara-Anne,

    danke für eine Antwort. Liebe sollte man nicht leichtfertig aufgeben. Ich kämpfe auch für einen geliebten Menschen und bin bereit viele Kompromisse einzugehen bevor ich sage „Passt nicht und weg.“ Den Menschen die einem beim kleisten Problemchen weglaufen sollte man nicht nachtrauern – so wichtig kann man ihnen dann auch nicht gewesen sein. Das ist zumindest meine Einstellung. Aber Einstellungen sind eben so unterschiedlich wie Menschen individuell sind. Am Ende glaube ich dran, dass es auch Köche gibt die eine Vorliebe für deckellose Grillpfannen haben 😉

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  9. Ich dachte schon beim Lesen des Eintrags – und dein Kommentar hat es bestätigt – daß dein Kater sich garantiert auch für Gott hält.
    Und in deiner Beschreibung lese ich gewisse Parallelen zum Verhalten unserer Hündin, wenn ich außer Haus bin… dann gehört meine Frau nämlich ihr. :yes:

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  10. ich hab auch lang gedacht, was i mir wünsch, das gibt es nicht
    und doch !!!

    ich glaub an keine Kompromisse :no:
    Liebe ist anders …
    Liebe ist Möglichkeit und Kommunikation -> Wachstum

    und für mich seit 7 Jahren ehrliche Arbeit 🙂

    doch es ist möglich
    und wer weiß, vielleicht weiß Dein Kater mehr als Du 🙂
    bis es dann paßt :):):)

    liebe Grüsse
    Karen

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