Hätt‘ ich gewusst , dass Ihr kommt

und mich so treu lest, auch wenn ich wochenlang gar nichts ‚Sinnvolles‘ zusammenschreibe, …. Ich hätte mehr geschrieben,… und natürlich Kuchen gebacken.*zwinker*;)

So bleibt mir nur ein dickes DANKE für die vielen privaten Mails und die zahlreichen ‚Ich- war- da- und- denk- an- dich-Nachrichten‘. Jede Einzelne hat mir gut getan, mir einen liebevollen Gedanken geschenkt und mich lächeln lassen. Es ist wundervoll zu wissen, dass es in der großen, weiten Welt Menschen gibt, die nachschauen, was ich schreibe, die auf eine Nachricht von mir warten.

Das hat meinem leicht lädierten Ego schon ganz schön geschmeichelt und es hat sich promt auf den Rücken geschmissen und sich wonniglich den Bauch kraulen lassen. (das Ego, mein ich!)

Am Wochenende hab ich mich durch eure Blogs gelesen (man, ihr ward echt fleissig !! )und bin erst mal wieder ein wenig bei mir Zuhause angekommen.

Verzeiht , wenn ich mich rar mache hier, ich habe im Moment eine Menge Probleme ( physisch, psychisch, finanziell, zwischenmenschlich, familiär usw.,… glaubt mir ihr wollt nichts davon hören, es ist einfach zu nervig.)

Diese vielen Gedanken und Sorgen in meinem Kopf und meinem Herzen muss ich erst mal sichten und sortieren, eh ich sie hinaus in die Bloggerwelt lassen kann.

Nur so viel: rein körperlich hat diese Therapie (Infusionen) mir wirklich viel Erleichterung verschafft. Ich hatte nahezu schmerzfreie Stunden nach den Infusionen und wenn ich so weiter mache, werden die schmerzarmen Zeiten länger werden und vielleicht schaffe ich es wieder etwas beweglicher zu werden.

Am Tag als ich das erste Mal diese deutliche Schmerzlinderung spürte, hat es Bindfäden geregnet, und auf dem Weg zum Essen war ich versucht in die Pfützen zu springen wie ein Kind.

Den Schmerztherapeut, der mir das ermöglichte, schließe ich jeden Abend dankbar in meine Gebete ein. Seine, dem Patienten zugewandte, aufmerksame Art, hilft mir, die ich kaum noch Vertrauen zu Ärzten hatte/habe, sehr.

Auch in der begleitenden Psychotherapie habe ich sehr liebe und aufmerksame Menschen kennengelernt. Einige davon möchte ich gern näher kennenlernen, da ich die Infusionen ambulant fortsetze, wird sich hoffentlich dazu Gelegenheit ergeben.

Leider musste ich die stationäre Therapie aus finanziellen Gründen abbrechen. 35% Abzug für die Verpflegung bei stationärem Krankenhausaufenthalt,- für meine, ohnehin kargen, Hartz IV -Verhältnisse ist das nicht machbar.

Alles in allem waren es sehr anstrengende aber auch ereignisreiche und erfolgreiche Wochen für mich und ich versuche jetzt hier mein Leben wieder halbwegs auf die Reihe zu kriegen, was nicht immer leicht ist.
Aber ich hoffe das es möglich ist.

In meinem chaotischen, brachliegenden verwilderten Lebensgarten hab ich, zum ersten Mal seit vielen Jahren, die zarten, grünen Spitzen von Perspektiven gesichtet. Es sind noch kleine Pflänzchen und sie brauchen Stützen und Pflege, aber ich will sie wachsen lassen…!


Frühling?



Im Frühling ?!

Ich begrub alle Hoffnungen,
alle Wünsche und Träume
legte ich mit in das Grab.

Ich vergaß es viele Jahre.

Heute habe ich
auf dem brachen Boden
Grüne Spitzen entdeckt:

Perspektiven !?

(c)Anne V.

17 Gedanken zu “Hätt‘ ich gewusst , dass Ihr kommt

  1. Liebe Anne,

    wie schön, wieder etwas von Dir zu lesen. Dein Bericht stimmt einerseits hoffnungsfroh, andererseits geht mir ans Herz, dass Du die stationäre Therapie aus finaziellen Gründen abbrechen musstest. Also haben wir doch eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft in der Gesundheitsfürsorge, ein Armutszeugnis der Gesundheitspolitik. An die Absahner, die Pharmakonzerne und die anderen Wegelagerer und Abzocker traut man sich nicht heran, man kürzt lieber die Leistungen, selbst bei chronisch Kranken.

    Jedenfalls wünsche ich Dir, dass sich die Therapie als dauerhaft hilfreich erweist.

    Herzliche Grüße
    Dein
    Jules

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  2. Auch ich möchte Dir auf diesem Weg alles Gute wünschen. Schließe mich meinem Vorredner an. Ist schon schlimm, dass jetzt die finanziellen Mittel entscheiden, ob einem geholfen wird oder nicht. Aber auch ich kann ein Lied von den Einsparungen singen!

    Ganz liebe Grüße
    Eva

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  3. Hallo, liebe Anne! Unglaublich, ich sah schon entmutigt hier herein, in der Erwartung, eh gleich wieder auf das Kreuz klicken zu müssen, da nichts Neues geschrieben wurde, doch auf einmal…
    Ich freu mich riesig, dass du dich wieder mal gemeldet hast und auch, dass ein Erfolg bei der Therapie zu verzeichnen ist. Doch verlier auch in schlechteren Zeiten nicht den Glauben. Man ist immer leicht und schnell geneigt, auf den armen Ärzten herumzuhacken *gg*. Spaß beiseite, ich freu mich wirklich, dass du wieder an Bord bist und wünsch dir noch viele schmerzfreie Tage!
    Ganz liebe Grüße;
    Maria

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  4. Diese Kürzung geht nicht von den Krankenkassen aus , sondern von der ArGe. Wenn du im Krankenhaus liegst wirst du ja voll verpflegt, und brauchst keine Lebensmittel zu kaufen. Da sich der Sozialhilfesatz an der Bedürftigkeit orientiert und du ja zu essen bekommst, werden die Verpflegungskosten eben mit 35% abgezogen. Theoretisch ist das einsehbar, praktisch für die meisten wohl nicht realisierbar und deshalb werden Krankenhausaufenthalte in Zukunft bei mir auf das lebensnotwenige Minimum beschränkt werden.
    Aber was im Moment im Gesundheitsystem und in unserem Staat abgeht ist sicher nicht nur für mich ein Grund mehr für Depressionen.

    Hab trotzdem Dank für deine guten Wünsche.
    Anne

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  5. Ja, das ist wohl leider so, Ich bewundere dich und deine Art mit deiner Erkrankung um zu gehen sehr und wünsch dir natürlich auch alles Gute und trotz aller Einsparungen eine erfolgreiche Behandlung.
    Liebe Grüße Anne

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  6. Liebe Marieken, ich habe mich besonders über deine liebe E-mail-werd doch schnell-Gesundkarte gefreut. Aber das weisst du sicher schon , das du eine ganz besondere BlogFreundin für mich bist.

    Hdl Anne (Gruß an JHove , wenn du ihn liest!)

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  7. hallo anne,

    hab dich ja heut erst im teppichhaus kennengelernt. und aus den informationen, die ich jetzt gerade hier in der „zusammenfassung“ gelesen habe, schließe ich, dass die äußeren umstände nicht gerade förderlich für deine inneren befindlichkeiten sind.

    ist es denn möglich, diese therapie – ich weiß ja nicht, welche – auch ambulant fortzusetzen? und bekommt man denn als chronisch kranker nicht noch andere unterstützung als hartz IV. ich meine, du bist ja nun nicht mehr jugendlich und hast doch bestimmt schon einiges zum „wohlergehen“ unseres staates beigetragen. das unterstell ich jetzt ganz einfach mal.

    wenn ich irgendwie helfen kann?

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  8. Hallo immekeppel

    Natürlich habe ich viele Jahre gearbeitet und ich war ein „Crack“ in allen meinen Berufen. Trotzdem bin ich jetzt schon viele Jahre chronisch schmerzkrank (Polyathritis/Rheuma/) und da ich nicht jünger werde sind meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nahe null. Nach mehreren Jahren Krankheit und Arbeitslosigkeit hast du einfach keine Rücklagen mehr und seit Hartz IV ist jeder Gang zum Arbeitsamt eine Demütigung für mich. Eine Rente habe ich beantragt, aber ob die bewilligt wird trotz der Vielzahl der Erkrankungen ( Ich hab auch noch ein paar andere nette Kleinigkeiten an Leiden zu bieten) steht noch in den Sternen und wenn dann sicher nur befristet.
    All das ist nur zu ertragen wenn ich es mit rabenschwarzem fast zynischen Humor ansehe, würde ich das nicht tun und hätte ich diese Gabe nicht von meiner Mutter geerbt, wäre ich sicher schon zum Fenster hinaus….
    Aber ich kann mich auch schlecht nur demütig in mein Schicksal fügen und so bleibt mir doch, wenn ich mir die politische Entwicklung in Deutschland ansehe,nur meine Hoffnung, das unser aller Oberdruide mal endlich Hirn und Einsicht vom Himmel regnen lässt und es bundesdeutsche Politiker trifft.
    MfG
    Anne

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  9. liebe tara-anne,

    hab’s jetzt auf deinen seite gelesen, hebamme, da hättest du bei mir auch was zu tun gehabt, hab 5 kinder 😉

    ja, dass ist ein ding in unserem staat.hab einen bekannten, der ist jahrgang 51. leidet schon seit fast 19 jahren an der bechterew’schen krankheit. dazu hat er eine erbstörung, welche die peripheren blutgefäße schädigt, so dass kleinste verletzungen an den äußeren extremitäten zu wundkomplikationen führen. ein paaar zehen hat man ihm schon abnehmen müssen, um zwei finger wurde monate lang gekämpft. der mann ist mauerer von beruf, den er schon lange nicht mehr ausüben kann. dann hatte man ihn erst umgeschult und dann als schwer vermittelbar eingestuft. seine rente hat er bis heute nicht, da packste dir echt an den kopf. dann haben die beim amt auch noch mockiert, dass er auf grund seiner behinderung so schlecht als ein-euro kraft arbeiten kann. fehlt nicht viel, und sie kürzen ihm auch noch das sozialgeld. und die anwälte strengen sich für so nen geringen streitwert auch nicht wirklich an.

    gott sei dank ist auch dieser bekannte nicht aus dem fenster gesprungen, sondern hat dank lieber freunde ein wg-zimmer in parterre
    – auf geistige erleuchtung bei politikern hofft der schon lange nicht mehr

    sei froh, dass du so zäh bist und lass dir deine einstellung nicht vermiesen

    in diesem sinne beste grüße aus dem bergischen

    marion

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  10. Schön, wieder von Dir zu lesen :)! Wir waren ein paar Tage nicht da, und so komme ich erst heute wieder dazu, bei Dir vorbeizuschauen. Und ich freue mich, daß es wieder Nachricht von Dir gibt!

    Liebe Grüße, Silke

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  11. Hallo, liebstes Silke Schnecki, ich habs beim Teddy gesehen wo ihr ward.*hehe* ,nochmals Dank für deine lieben Genesungswünsche.
    Oster-Grüße und „dicke Eier“ schick ich mal schnell von hier ins Schneckenhaus.
    LG Anne

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