Keine Vogelgrippe 1907 ?

huhn


Lektion
Hühner ! Wollt ihr wohl artig sein!
Hübsch langsam essen und nicht so schrei’n !
Müßt ihr denn immer so zanken und beißen?
Euch um jedes Körnchen reißen?
Pfui,dicke Henne , abscheuliches Tier,
Du ißt ja für vier!
Fort , hörst du nicht? Du sollst dich trollen!
Die niedlichen kleinen Küken wollen
Auch mal heran an das schöne Futter.
Wenn du nicht hörst , sag ich’s der Mutter!
Die fängt dich ein und macht dich tot,
dann essen wir dich zum Mittagsbrod!

Text: Paula Dehmel
Illustration: Hellmuth Eichrodt
Aus dem Kinderbuch ‚Jugendland‘ von 1907

7 Gedanken zu “Keine Vogelgrippe 1907 ?

  1. ja, wir waren so brave Kinder! *lach*
    die Seiten sind viel allerdings viel gelber, aber dank moderner Bildbearbeitung,kann man ganz gute Scans davon machen. Ich habs nachmal geschrieben, weil viele vor allem jüngere Leute, die Schrift nicht mehr lesen können.
    Lg in die Nacht Anne

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  2. Doch, doch, das geht schon noch *gg*
    Übrigens, mal im Ernst, wusstet ihr, dass es die Vogelgrippe schonmal in letzter Zeit gegeben hat? Ich glaub, 1997 oder so. Das ist also durchaus kein unbekanntes Phänomen, von dem man sich derart überraschen lassen müsste…nun ja, sei`s drum.
    Liebe Grüße;
    Maria

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  3. Am „schönsten“ an der ganzen Geschichte finde ich persönlich ja, dass man über die infizierten Enten jetzt sagen kann, sie spielten den „sterbenden Schwan“…ja, ich weiß, sehr sarkastisch, aber hey: Lebbe geht weidder!
    Ja, ja, die gute, altdeutsche Schrift – in der kompakten Form ja noch einigermaßen entspannt zu lesen, aber wenn ich da an die seitenlangen Ausführungen in den Urteilen des Reichsgerichts denke, die man sich bspw. während Bearbeitung einer Strafrecht-Hausarbeit reinziehen darf – ätzend sag ich euch!

    Ich bin aber auch beeindruckt, in welch bemerkenswerten Zustand das Buch zu sein scheint, Anne. Du braves Kind! *zwinker*

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  4. Hallo Mariken und JHove.
    Schön , das der „alte Schinken“ euch gefällt. Ich habe mal antike Bücher gesammelt, und jetzt (grade eben) habe ich beschlossen, Teile meiner restlichen Schätzchen doch hier im Blog zugänglich zu machen. Die seiten sind natürlich nicht alle gut erhalten und bei einigen Büchern echt vergilbt und voller Stockflecken, aber die Scans kann ich ganz gut aufarbeiten und so sehen vor allem die Kinderbücher digital bearbeitet richtig frisch aus. Es wird demnächst hier noch einige Beispiele geben. Für Marieken habe ich noch einen besonderen Leckerbissen.
    Die Frau als Hausärztin. ein ärztl. Nachschlagewerk für die Frau von Dr Anna Fischer-Dückelmann in Zürich promoviert.Erschienen 1923. wirklich sehr witzig. Eine Rechtskunde (Schiffahrtsrecht)von 1889, lieber JHove habe ich leider schon vor einigen Jahren wieder verkauft.
    Also, wenns euch interessiert, einfach ab und zu mal schauen.*g*
    Lg an euch beide Anne

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  5. Wunderschöne Illustration mit den Jugendstilelementen seitlich! Und dass Du den Text abgetippt hast, ist ein Service, der mich fast ein bisschen wehmütig stimmt. Man schaue sich nur den Formenreichtum der Fraktur an. Wie armselig wirkt dagegen die Arial.

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  6. Ja, das wär toll. Leider bin ich selbst nicht im Besitz eines Scanners.
    Aber reinsehen tu ich so oder so hier tun tun. Gruß an Rechtschreibbunny DaBrain. 😛
    Übrigens, die Enten sind nur Überträger, glaub ich. Die wenigsten dieser Art sterben an dem Virus. Zumindest war es bis vor einiger Zeit so.

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